Baumfällung, Entastung, Holzrückung, Waldpflege … Forstfachkräfte sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt: herabfallenden Ästen, umherfliegenden Teilen, Lärm, unebenem Gelände und Schnittverletzungen durch Kettensägen.
Persönliche Schutzausrüstung (PSA) spielt eine wesentliche Rolle bei der Vermeidung dieser Risiken.
Doch welche Ausrüstung ist vorgeschrieben? Muss Schnittschutzkleidung grundsätzlich der Klasse 3 entsprechen? Was ist der Unterschied zwischen PSA der Kategorie III und Schutzkleidung der Klasse 3?
FRANCITAL hilft Ihnen, die gesetzlichen Anforderungen zu verstehen und den passenden Schutz für Forstarbeiten auszuwählen.
Diese Begriffe werden häufig verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Eigenschaften beschreiben.
Die europäische Verordnung (EU) 2016/425 unterteilt persönliche Schutzausrüstung in drei Kategorien, abhängig von der Art der Risiken, vor denen sie schützen soll.
| Kategorie | Abgedeckte Risiken |
|---|---|
| I | Geringfügige Risiken |
| II | Risiken, die weder unter Kategorie I noch unter Kategorie III fallen |
| III | Risiken, die sehr schwerwiegende Folgen wie Tod oder irreversible Gesundheitsschäden haben können |
Schutzkleidung gegen Schnittverletzungen durch handgeführte Kettensägen gehört zur PSA-Kategorie III.
Auch Gehörschutz gegen gesundheitsschädlichen Lärm gehört zur Kategorie III.
Die Klasse beschreibt ein Leistungsniveau, das durch eine technische Norm festgelegt wird.
Bei Schnittschutzhosen nach EN ISO 11393-2 werden beispielsweise unterschiedliche Kettengeschwindigkeiten geprüft.
| Klasse | Kettengeschwindigkeit bei der Prüfung |
|---|---|
| Klasse 1 | 20 m/s |
| Klasse 2 | 24 m/s |
| Klasse 3 | 28 m/s |
Diese Geschwindigkeiten beziehen sich auf genormte Prüfbedingungen und stellen keine Garantie für einen absoluten Schutz unter realen Arbeitsbedingungen dar.
Eine Schnittschutzhose der Klasse 1 ist genauso PSA der Kategorie III wie eine Schnittschutzhose der Klasse 3.
Die Kategorie beschreibt die Schwere des abgedeckten Risikos. Die Klasse gibt das nach der jeweiligen Norm geprüfte Leistungsniveau an.
Die Schutzklasse 3 ist daher nicht grundsätzlich für alle Forstarbeiten vorgeschrieben. Das geeignete Schutzniveau muss anhand der Risiken und Arbeitsbedingungen ausgewählt werden.
In Frankreich legt der französische Code rural et de la pêche maritime fest, welche Schutzausrüstung auf aktiven forstlichen und waldbaulichen Arbeitsstellen getragen werden muss.
Artikel R. 717-83 sieht drei Ausrüstungsgegenstände vor:
Einen Schutzhelm zum Schutz des Kopfes.
Sicherheitsschuhe oder Sicherheitsstiefel, die für das Gelände geeignet sind.
Ein Kleidungsstück oder Zubehör in auffälliger Farbe, damit andere Beschäftigte die Person gut erkennen können.
Bei bestimmten Waldpflegearbeiten kann eine Ausnahme von der Helmpflicht gelten, wenn die Art der Arbeiten dies rechtfertigt.
Diese Bestimmungen gelten für Personen, die sich auf aktiven forstlichen Arbeitsstellen aufhalten.
Französische Rechtsgrundlage: Artikel R. 717-83 des Code rural et de la pêche maritime.
Empfohlene Abbildung: die drei grundlegenden PSA-Ausrüstungsgegenstände auf einer forstlichen Arbeitsstelle.
Die Verwendung einer handgeführten Kettensäge birgt besondere Gefahren, insbesondere Schnittverletzungen, umherfliegende Teile und Lärmbelastung.
Artikel R. 717-83-1 sieht zusätzliche Schutzausrüstung vor:
Augen- oder Gesichtsschutz gegen umherfliegende Teile: geeignete Schutzbrille oder Gesichtsschutz.
Gehörschutz gegen Lärm.
Schutzhandschuhe.
Eine Schnittschutzhose oder vergleichbare Schutzkleidung, die für die Schnittgefahren der verwendeten Kettensäge geeignet ist.
Sicherheitsschuhe oder Sicherheitsstiefel mit Schnittschutz, angepasst an die verwendete Ausrüstung.
Diese Ausrüstungsgegenstände ergänzen die grundlegende Schutzausrüstung auf forstlichen Arbeitsstellen.
Französische Rechtsgrundlage: Artikel R. 717-83-1 des Code rural et de la pêche maritime.
Empfohlene Abbildung: vollständige PSA für Kettensägenführer.
Bei der Auswahl der PSA reicht es nicht aus, lediglich zu prüfen, ob die einzelnen Ausrüstungsgegenstände vorhanden sind.
Auch das Schutzniveau, die Kompatibilität, die Passform und die tatsächlichen Einsatzbedingungen müssen berücksichtigt werden.
Eine Schnittschutzhose muss beispielsweise entsprechend den ausgeführten Arbeiten und der Gefährdungsbeurteilung ausgewählt werden.
Ebenso sind gewöhnliche Sicherheitsschuhe nicht unbedingt für Arbeiten mit der Kettensäge geeignet.

Für Führer von Forstmaschinen gelten besondere Vorschriften.
Artikel R. 717-83-2 sieht insbesondere vor, dass in der Fahrerkabine geeignete Handschuhe für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten verfügbar sein müssen.
Das Tragen eines Schutzhelms und eines auffällig gefärbten Kleidungsstücks oder Zubehörs ist nur außerhalb der Kabine vorgeschrieben.
Die weitere erforderliche Schutzausrüstung richtet sich nach den ausgeführten Tätigkeiten und den damit verbundenen Gefahren.
Französische Rechtsgrundlage: Artikel R. 717-83-2 des Code rural et de la pêche maritime.
1. Genormte Leistungswerte dürfen nicht mit dem tatsächlichen Schutz am Arbeitsplatz verwechselt werden.
Die Leistungsfähigkeit von PSA wird unter Prüfbedingungen bewertet, die in technischen Normen festgelegt sind.
Die tatsächlichen Arbeitsbedingungen können davon abweichen.
2. Keine PSA schützt in jeder Situation vor sämtlichen Gefahren.
Schnittschutzkleidung soll die Folgen eines unbeabsichtigten Kontakts mit einer laufenden Kette verringern. Sie kann jedoch Verletzungen nicht vollständig ausschließen.
3. PSA ergänzt andere Präventionsmaßnahmen.
Schulungen, Arbeitsorganisation, sichere Arbeitstechniken, Maschinenwartung und die Einhaltung von Sicherheitsabständen bleiben unverzichtbar.
Wirksamer Schutz entsteht durch die Kombination sicherer Arbeitsmethoden mit geeigneter Schutzausrüstung.
Mit der Verordnung (EU) 2016/425 wurde PSA zum Schutz gegen Schnittverletzungen durch handgeführte Kettensägen in Kategorie III eingestuft.
Diese Kategorie umfasst Risiken, die sehr schwerwiegende Folgen haben können.
Deshalb schreibt die Verordnung ein verstärktes Konformitätsbewertungsverfahren vor.
Für PSA der Kategorie III umfasst das Verfahren insbesondere:
EU-Baumusterprüfung (Modul B)
Eine notifizierte Stelle prüft die Konstruktion der Schutzausrüstung und ihre Übereinstimmung mit den geltenden Anforderungen.
Bei erfolgreicher Prüfung stellt sie eine EU-Baumusterprüfbescheinigung aus, deren Gültigkeitsdauer höchstens fünf Jahre beträgt.
Überwachung der Produktionskonformität
Der Hersteller muss außerdem eines der folgenden Verfahren anwenden:
Modul C2: überwachte Produktprüfungen in unregelmäßigen Abständen.
Modul D: Qualitätssicherung bezogen auf den Produktionsprozess.
Diese Verfahren sollen sicherstellen, dass die hergestellten Produkte weiterhin dem zugelassenen Baumuster entsprechen.
FRANCITAL ENVIRONNEMENT wendet für die betreffenden PSA-Produkte der Kategorie III das Modul D an, das auf der Qualitätssicherung des Produktionsprozesses beruht.
Dieses Verfahren umfasst die regelmäßige Überwachung des Qualitätsmanagementsystems durch eine notifizierte Stelle.
Es ergänzt die EU-Baumusterprüfungen der Schutzausrüstung.
Dieser Ansatz ist Teil unseres Engagements für die Zuverlässigkeit und Konformität unserer Schutzkleidung.
Unser Ziel: Schutzausrüstung zu entwickeln und herzustellen, deren zertifizierte Leistungsfähigkeit während der gesamten Produktion zuverlässig gewährleistet bleibt.
Die Sicherheit auf forstlichen Arbeitsstellen hängt nicht ausschließlich von der getragenen Schutzausrüstung ab.
Die Beschäftigten müssen wirksam miteinander kommunizieren können, insbesondere bei Unfällen oder gefährlichen Situationen.
Die Arbeitsorganisation muss geeignete Kommunikationsmittel vorsehen, um insbesondere Notrufe und Rettungsmaßnahmen zu ermöglichen.
Gehörschutz mit integrierten Kommunikationssystemen kann eine geeignete Lösung darstellen, sofern er auf die Lärmbelastung und die Bedürfnisse der Beschäftigten abgestimmt ist.
Geschützt zu sein bedeutet auch, warnen und gewarnt werden zu können.
KATEGORIE III — PSA zum Schutz vor Risiken, die sehr schwerwiegende Folgen haben können.
SCHUTZKLASSE — Ein nach einer technischen Norm geprüftes Leistungsniveau.
FORSTLICHE ARBEITSSTELLE — Schutzhelm, Sicherheitsschuhe oder Sicherheitsstiefel sowie auffällig gefärbte Kleidung oder Zubehör, vorbehaltlich besonderer Vorschriften.
KETTENSÄGENARBEITEN — Zusätzlicher Schutz für Augen oder Gesicht, Gehör, Hände, Beine und Füße.
AUSWAHL DER PSA — Immer entsprechend den tatsächlichen Gefahren und Arbeitsbedingungen.
SICHERHEIT — PSA ersetzt niemals sichere Arbeitsmethoden.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Leitfaden zu PSA-Normen und unseren Pflegehinweisen für Forstschutzkleidung.
FRANCITAL ENVIRONNEMENT — Textile Kompetenz für Ihren Schutz.

Dieser Leitfaden erläutert die wichtigsten französischen Vorschriften für PSA auf forstlichen und waldbaulichen Arbeitsstellen. Er ersetzt weder eine Gefährdungsbeurteilung noch die Herstelleranweisungen oder die vollständigen rechtlichen Verpflichtungen, die für die jeweilige Arbeitssituation gelten.